Time cannot be summed up

DEUTSCH

Andrea Brandl M.A.

Maria Maier: Fotografie und Malerei

Maria Maier, die zu den herausragenden zeitgenössischen Künstlerpersönlichkeiten im süddeutschen Raum zählt, studierte an der Universität Regensburg Kunsterziehung und Kunstgeschichte. Sie lebt in Köfering und Regensburg. Die Künstlerin pflegt seit vielen Jahren eine rege Ausstellungstätigkeit im In- und Ausland und ist in den letzten Jahren auch über die Grenzen Deutschlands hinweg bekannt geworden.

Wir selbst verwahren in der Kunsthalle Schweinfurt einen repräsentativen Querschnitt des künstlerischen Schaffens von Maria Maier. Eine mehrteilige Arbeit ist in der Dauerpräsentation „Diskurse“ im Dialog mit Rudolf Wachter, Heiko Herrmann oder Gerhard Fietz zu sehen.

Maria Maier hat es zur sich künstlerischen Aufgabe gemacht, die dialektische Beziehung von Raum und Zeit in metaphorischer Weise auf der Leinwand, in Zeichnungen, Druckgrafiken, in übermalten und collagierten Fotoarbeiten, Multiples und Künstlerbüchern darzustellen. Der Vielfalt der unterschiedlichsten Ausdrucksmittel sind in ihrem Oeuvre keine Grenzen gesetzt. Arbeitsstil und Bildinhalt ergänzen sich dabei zu einer ausdrucksstarken poetischen Formensprache, die das Gefüge von Zeit, Raum und dem darin verankerten Menschen beschreiben will.

Reisen in ferne Länder und Städte zum Studium ihrer Kultur dienen Maria Maier als Inspiration und bewirken eine inhaltliche sowie formale Auseinandersetzung mit dem Thema „Zeit“, das die Gegensätze von Nähe und Ferne, von Heimat und Fremde aufzuheben scheint. Man könnte sagen, die Erde dient ihr als Atelier. Es sind aber nicht nur die Kultur und die Landschaft ferner Länder, der Nahe Osten, Asien, Amerika oder Kuba, die Maria Maier nachhaltig beeinflussen, sondern auch die heimatliche Umgebung, in der sie lebt und arbeitet. Das ist Köfering bei Regensburg.

Aufgrund ihrer Ortsverbundenheit ist es meiner Ansicht nach nicht verwunderlich, wenn sie sich in ihrem Frühwerk von Kunstströmungen im süddeutschen Raum inspirieren ließ. Im dynamischen Gestus und im kräftigen Kolorit früherer Werke spürt man einen gewissen stilistischen Einfluss der 1948 in Paris gegründeten Gruppe COBRA sowie der in den 1960er Jahren auch politisch orientierten Gruppen SPUR, WIR und GEFLECHT.

Lassen Sie uns ein bisschen zurückschauen in die vergangenen Schaffensjahre der überaus fleißigen Künstlerin. Seit 1995 entstanden mehrere konzeptionelle Projekte, wie „Zeitquadrat Stadtbau“ (1996), „München: Zeitinsel-Olympia“ (1997), es folgten Aufträge für Kunst im öffentlichen Raum. Besonders beeindruckend äußert sich diese Spurensuche nach dem Phänomen „Raum-Zeit“ in der groß angelegten Installation „Stadtzeit-Zeitstadt“ in Regensburg mit einem Siebdruckzyklus von 76 Emailtafeln, auf denen sich die Künstlerin anhand der Grundrisse der Bauwerke mit dem Verhältnis von Stadt- und Zeitstruktur auseinandersetzt. Halten Sie doch einmal selbst bei einem Besuch in Regensburg Ausschau nach diesen bunten Tafeln, von denen sich neben Palais, Ämtergebäuden eine sogar am Dom befindet! Es ist eine Reise durch die Zeit. Die Künstlerin bezieht sich in diesen Arbeiten auf die Tatsache, dass jedes Bauwerk in seinem Grundriss - selbst wenn es längst an der Oberfläche nicht mehr sichtbar ist - noch nach Jahrhunderten archäologisch im Boden nachgewiesen werden kann.

Die konzeptionelle Arbeit nimmt im Laufe der Zeit auch zunehmend Einfluss auf die Malerei. Das metaphorische Thema des Werdens und Vergehens wird konsequent in Serien thematisiert, die sich in besonderem Maße zur Darstellung einer Entwicklung eignen. Dieses Verfahren - von Herbert Schneidler im Katalog von 1996 treffend als „Prinzip der Offenheit“ bezeichnet - ist aktueller denn je. Die Bandbreite der Formate ist dabei ausgesprochen variabel.

Mitte der 1990er Jahre können wir dann eine zunehmende Reduktion in Form und Farbe beobachten, die den Arbeiten eine atmosphärische Wirkung verleiht. Zugleich vermittelt dort die räumliche Unbestimmtheit den Eindruck des Unendlichen. Hierzu finden Sie schöne Beispiele in den älteren Katalogen z.B. „Poesie der Zeit“ oder „Zwischenzeit“.

Bereits in den frühen 1990er Jahren gewann das Prinzip Collage Einfluss: Schon damals verarbeitete die Künstlerin ein Stück gebrauchtes Papier oder alter Leinwand, in den folgenden Jahren aber auch die stillen Zeugen der Zivilisation, die sie auf den Reisen sammelte: Abfallprodukte wie ein halb abgerissenes Plakat einer riesigen Werbewand in der 5th Avenue in New York, das ausgediente Kassenbuch einer aufgelösten Tankstelle oder Tempelopferpapiere aus Asien.

Der collageartige Bildaufbau findet folgerichtig eine Fortsetzung in den Foto-Material-Collagen oder übermalter Fotografie. Die Kamera ersetzt - vor allem auf Reisen - ab circa 1995 teilweise auch das Skizzenbuch. Dabei versteht sie sich nicht als Fotografin im klassischen Sinn, sondern die Fotografie wird als autonomes Material eingesetzt oder als Gestaltungs- und Bildmaterial der Komposition in Form eines Dialogfeldes einverleibt.

Der Kulturjournalist Harald Raab, hat die Rolle der Fotografie in der zeitgenössischen Kunst wie folgt treffend umschrieben: „Die Rolle der Fotografie in der bildenden Kunst - mit ihrer evidenten Dynamik und ihren multiplen Wechselwirkungen - ist ungebrochen. Fotografie heute ist nicht nur eine anerkannte Kunstform. Sie ist Avantgarde der Kunstentwicklung. Sie hat sich längst vom dokumentarischen Auftrag emanzipiert. Ihre medienspezifischen Charakteristika wurden selbst zur Inspiration eigenschöpferischer Prozesse – vor allem dann, wenn andere Medien der Kunst ins Spiel kommen.“

Die Arbeiten auf Leinwand und Papier, die während oder nach Arbeitsaufenthalten in New York, Kuba, Irland oder Ägypten entstanden sind, bestechen durch ihre Farbästhetik. Spielte früher die Malerei, Zeichnung oder Grafik eine dominante Rolle - wenn man diese Ausdrucksformen im Werk von Maria Maier überhaupt trennen kann - dann ist in den vergangenen Jahren eine intensivere Hinwendung zur Fotografie zu beobachten. Hier hat sie zu hinreißenden bildnerischen Lösungen gefunden und vertauscht mit spielerischer Leichtigkeit Kamera mit Pinsel, Kohle- und Farbstift. Realer Ort und gemalter Raum mit konkreten und visionären Elementen treten in ein spannendes dialogisches Verhältnis.

Zu nennen wären in diesem Zusammenhang auch die für Maria Maier fast ungewöhnlich bunte Farbpalette der seit 2001 entstandenen Architekturdialoge, auf denen jeweils ein Fassadenausschnitt mit einer kleinen Mischtechnik korrespondiert. Beim Betrachten der Bilder von Maria Maier ist auffällig, dass die Zeichnung und hier besonders die Linie als Ausdrucksmittel neben Farbe und Fläche stark in den Vordergrund rückt. Hier treten durch Lichtreflexe oder Spiegelungen akzentuierte Ausschnitte von Architektur der Fotografie im oberen Bildteil mit einer Mischtechnik auf Papier im unteren Teil in einen höchst spannenden Dialog. Wandsegmente und besondere Fensterarchitekturen sowie Farbspiele werden ins Kleingemälde metaphorisch transformiert. So etwa in der Serie „ZR Kuba - giving color“, wo einem Pigmentdruck auf Fotopapier eine mit Pastell oder Eitempera übermalte Fläche zugespielt wird.

Eine andere Variante der „Neuen Perspektiven“ von Maria Maier ist der mit Mischtechnik übermalte Digitaldruck auf Leinwand, der schon auf Grund seines ungewöhnlichen runden Formats und seiner expressiven Farbigkeit unsere ganze Aufmerksamkeit aus sich zieht. Die Grenzen zwischen beiden Ausdruckformen verschwimmen im Auge des Betrachters. Hans-Peter Miksch hat die Künstlerin als „Spurensammlerin und Spurensucherin“ beschrieben, die etwas ins Licht rückt und es durch technische Verfahren wieder in Distanz bringt.

In den Kuba-Serien fällt ganz augenscheinlich eine expressive Farbigkeit ins Auge, die aber im Werk der Künstlerin nicht völlig neu ist. Bereits in ihren frühen noch von SPUR inspirierten Arbeiten hat sie in einem kräftigen Farbgestus gearbeitet. Ein strahlendes frisches Kolorit und ein kontrastreiches Einsetzen der Simultanfarben verleihen Bauruinen höchste Ästhetik sowie architektonischen Elemente wie einfache Gitter oder Baugerüste völlig unerwartete grafische Reize. Linoldruck oder Siebdruck auf Fotopapier – sie werden durch sparsame oder üppige Überarbeitung zu Unikaten.

Stellen wir uns abschließend die Frage: Ist Zeit überhaupt darstellbar? „Es sind die Dinge im Raum, die, zueinander in Bezug gesetzt und identifiziert, als in der Zeit seiende begriffen werden“, um noch einmal Wilhelm Dupré zu zitieren. Der menschliche Geist kann zwar die Zeit in den Veränderungen in uns selbst und unserer Umwelt wahrnehmen, in der Reflexion über das Phänomen an sich wird aber deutlich, dass die gedanklichen Theorien über die Zeit auch transzendent sind. Die Philosophie zieht deshalb die grundsätzliche Bestimmbarkeit der Frage nach der Zeit in Zweifel.

Maria Maier stellt in ihren Arbeiten, die als Allegorien auf „Zeit und Sein“ verstanden werden können, immer wieder die Frage nach Wirklichkeit und Geschichte, Sein und Nichtsein, Leben und Tod. In der Offenheit ihrer künstlerischen Aussage sollte jeder für sich seine ihm eigene Wirklichkeit sehen, denn nur die Poesie der Kunst lässt diese Phänomene sichtbar werden.

Dr. Peter Lodermeyer

Dis-Placed

Space and time, both of these seemingly so self-evident, though ultimately not understood, and mysterious states conditioning our perception, are essential themes in Maria Maier’s art. One of the most effective ways to liberate oneself from the routine cultural patterns of perceiving space and time is to travel. Being out and about in foreign cultural contexts, we encounter different spatial structures and experience temporal processes in a new way. Thus, it is no coincidence that Maria Maier finds most of the motifs for her works during the course of her numerous travels, which have taken her, for example, to the USA, Central America, North Africa, Southeast Asia, and many countries in Europe. Not unlike most travelers today, Maria Maier always has her camera at hand during her discovery journeys in foreign cities and landscapes. But completely unlike the tourist’s gaze, she does not focus her photographic curiosity on the beauties of nature and cultural sights at all; on the contrary, her eye is to the completely marginal motifs that are nondescript and easily overlooked. Maria Maier keeps the experiences of the country and its people to herself, in her memory. Instead, she photographs motifs such as crumbling house facades, construction sites, castoff chairs, rusted tin, electric cables, gutters, even thrown away sinks and toilet bowls. Maria Maier is used to the locals shaking their heads and shrugging their shoulders in reaction to watching her seek out her photographic motifs.

But by being a little more precise in our considerations and looking, we soon realize that a multitude of essential things may be recognized in these seemingly banal contexts. Even the most decayed remains of human civilization tell significant things about man as a being who is subjected to space and time, while even as he structures them at the same time. In order to make the pieces she finds become artistically relevant, Maria Maier combines her photographs with extremely different elements of painting or drawing. When viewed along with free, abstract artistic expressions, the photograph’s component pieces suddenly gain a different, formally founded, artistic relevancy. In this combination, they reveal surprising structural features that extend beyond pure depiction, and make it possible for Maier to link them to her artistic reflections on the theme of time and space. One such pertinent example is the series of the “T-Traces of Space”. The T is the abbreviation for “Treppen” (Stairs). Despite their countless variations in form, material, function and spatial context, all over the world and throughout all cultures, stairs are understood as an architectural structure. “This structure”, to put it in the language of semiotics, “denotes the significant, ‘stairs as a possibility for ascending’ in accordance with a code, which I may establish and recognize as valid, even if in reality no one is going up these stairs right now, and even if theoretically no one ever went up them.” As a matter fact, the stairs that Maria Maier photographs, never show anyone going up or down them – and in general the photographs this artist makes are principally devoid of humans; however, indirectly, all of her motifs semiotically refer to humans, human actions and life. Stairs are spatial structures, which fulfill clearly defined functions. These functional references have largely been blocked out of Maria Maier’s works. What remains are the formal structures.

Translating the real spatial conditions captured in the photograph into artistic ones requires a combination with painted, or respectively, collaged elements. “Collage”, which in the broadest sense of the word means combining picture materials of various origins, is a principle that Maria Maier has employed in nearly all of her works over the past years. By placing photographs and painting or drawing next to and over one another, a sometimes confusing interlinking of different temporal and spatial orders occurs. Photographic space is entirely differently coded than painted space: As soon as a photo is identified as such, we see its illusionistic spatial depth. The spatiality of abstract painting, however, always refers to the surface of the picture, the spatial layerings only resulting from the effect of the color and the overlaid layers of paint. Moreover, the temporal effect of photography differs greatly from that of painting. Although the photograph may often involve arduous preparations, the act in which the picture comes about usually takes place within a split second. By contrast, even the most minute painterly intervention demands much more time. This all means that in the work of Maria Maier, the combination of photography and painting, or the overpainting of photographs does not merely result in a formal interlinking, but at once also in an inherent, complex enmeshing of entirely different levels of time and space. In gazing at the finished work, it is often no longer possible to tell these levels apart with certainty. The boundaries between painting and photography become blurred in parts. The subtle linking of spatial and surface structures demands from the viewer his or her heightened attentiveness and considerably stimulates his / her imagination.

Typical for Maria Maier’s manner of working is the fact that she normally creates two originals of each picture motif: a small and a large format version. This procedure was a consequence of her working far away from the studio during her travels and stays abroad. For practical reasons, it seemed logical to first create the picture compositions in a small, transportable format. At home in her studio, Maria Maier then photographs the motifs again and creates larger picture variations. Due to the change in format and the translation of the painted parts into the photographs, and possibly as well, because of further overpaintings, the original picture is transformed. This also means that the change in format is always at the same time a variation and a new way of viewing.

Maria Maier calls her most recent works “Dis-placed” This neologism accurately designates the process of transformation inscribed in all her works: it is the act of taking things from out of a specific spatial context and putting them into the new relationship of the picture. A very good example of this is her new series called “giving pictures”. In these works, for the first time Maria Maier combines photos with other photos, and limits the painting to subtle interventions and the highlighting of details, particularly aimed at formally facilitating the transitions between various photographs. The motifs have always been selected so that formal, color, and/or contextual supplementations come about. Sometimes, the one half of the picture seems like it has zoomed in on the motif of the other part of the picture. But in reality, the photographs stem from completely different contexts. It may well be that one part of the picture was taken in Vienna, the other in Syria, one half in Cuba, the other in Ireland. “Dis-placed” is thus, nothing other than a process of abstraction, by which the motifs that Maria Maier has discovered in certain situations have been detached from their actual context and placed in a formally consistent relationship of a picture composition. To dis-place also means at the same time to place it in the picture. The fact that the silos constituting the motif of the series “ZR V – new perspective (Silo-Kaleidoscope)” stand in Virginia, USA, where Maria Maier worked for a longer period in 2005, is ultimately of no consequence. What is important is the formal consistency of the pictures, whereby the round form of the works not only takes up the geometrical forms of the ground plan of the silo architecture, but also deals with motifs that have been broken in kaleidoscopic fashion and dissolved into fragments of perspectives, in a stringent and formally convincing context, accentuating them with painterly means.

Since Maria Maier takes objects found in the real world and places them in the new context of her art form based on the principle of collage, she sharpens the view of the beholder concerning formal relationships. Interestingly, this in turn affects the perception of the real world. A person who gazes long and intently at works by Maria Maier will without a doubt be more attentive to the surprising aesthetic qualities of even the most unassuming details of our everyday world.

Christoph Tannert

Maria Maier wants her serial work of recent years to be understood as reflection and meditation, a judgment accurate in several ways, because apart from the inspiration taken from journeys and new impressions in distant lands, her works are free, context-independent explorations of structure, color, and space. As in every form of deep contemplation, the aim is also to silence thoughts in favor of immediate perception.

Denis Brudna

Maria Maier’s new photo book is a result of several study residencies in Cuba; in it, the artist, who lives in Regensburg, presents the pictorial yield in her own multi-potent manner.

Cuba is a difficult terrain. Reflections of everyday Cuban life are generally manifested in socially critical reportage or in hopelessly kitschy Caribbean romanticism. Too great is the temptation, apparently, to abandon oneself to the exoticism of the socialist Caribbean and to obediently mirror the cliché in all too interchangeable pictures.

Maria Maier positions her observations in a pleasantly different way. Her Cuba pictures take up the colorfulness, the morbidity, and a certain desolation, but one seeks in vain here for narrative elements or social criticism. Maier’s impressions are, as usual, collages of photography, silkscreen, and painting – a technique that she employs with confident mastery. By overpainting or supplementing with paint, she creates pictures that have an abstract effect and yet present clearly definable components of reality. In her pictures, Maier did without posing Cubans and concentrated all the more intensely on the formal structures and the conspicuous colorfulness in the streets. Her pictures function solo, and their grouping lends them additional force by underlining the artist’s systematics and compositional security. Inspired by her observations and in correspondence with her collages, she produced in Cuba a collection of painterly pictures that are thoroughly abstractly concerned with two-dimensional compositions. A stimulating exploration of colors and forms.

Hans-Peter Miksch

Maria Maier is a painter, draftswoman, and graphic artist, not a photographer. It is astonishing how her works often recognizably juxtapose painting, drawing, printmaking, photography, collage, reproduction and original, found objects, decided signals, the most basic artistic means of composing, and the use of the most modern technical media.

It appears as if the artist wanted to demonstrate what starting material she, perceiving, shapes. The juxtaposition and overlaying are traceable temporal events. The one does not rule out the other; dualities (polarities, analogies) are simultaneous, just as painting presents a succession in simultaneity. The (over-) drawing as a linear happening dominates and connects through time. The photography is an autonomous material that is always substantively and graphically serially processed, as is also done with drawings or paintings.

Her world-spanning view and her time-transcending access to the starting material interweave the artistic techniques, like the particles of reality, with her interior world. Responding and disclosing oneself, giving form, creating compositions, and opening oneself – these processes remain legible in Maria Maier’s pictures and hone our vision for cycles and surprising networks. The collage is the smoothest principle for this; here it is brought to a new climax as a re-production technique, as recycling.

Dr. Herbert Schneidler

“The World is Her Studio”

During working residencies and on journeys in foreign countries, Maria Maier uses her camera to trace a photographically precisely defined and yet peculiarly objectless intermediate world that bewilderingly combines the real and the apparent, reality and artificiality. At home, she uses various techniques to process and rework the photographs, always in series, and gives the whole thing a new statement that penetrates into deeper dimensions. Here we are not dealing with pure photography, but with painterly pictures. In her work cycles, one of the themes the artist takes up is transience, the factor time as a societal phenomenon, from her own viewpoint. Her works can be read as serially set up trackings. Maria Maier hunts time, not the spirit of the times.

Harald Raab

Maria Maier, the artist from Regensburg, crosses the boundaries between various artistic means of expression. She combines painting, drawing, collage, and photography in a pictorial entirety. The point is calm and motion, time and space. Associative processes condense into an aesthetic whole. The artist has dedicated herself to tracking things down photographically. In her studio at home, the photographic material gathered in alien landscapes and foreign cities is transformed into a many-faceted album of memories and is carried forward in further optical, serial thinking.

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